Von Frisur und Friseur

Bevor ich im August wieder für 6 Wochen auf Achse bin, bleibt in diesen Tagen auch ein wenig Zeit für ein besinnliches Rückblicken auf die letzten 40 Jahre – und beim Durchstöbern diverser Festplatten und Fotoalben bin ich auf die eine oder andere „Jugendsünde“ gestoßen, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Mittlerweile hat sich bei mir ja die Frage nach Frisur und Friseur mehr oder weniger erleidgt, aber DAS WAR NICHT IMMER SO – wie das Zeitdokument links eindrucksvoll beweist.

In sehr jungen Jahren war ich nämlich durchaus mit einer wirklich feurigen Mähne gesegnet (die mir dann später auch den allerdings weniger schönen Beinamen „Kupferdächle“ eingebracht hat).

Ein paar Jahre später war die Haarpracht nicht weniger prächtig –  und die Brille damals noch aus der Vor-Tropfendesignphase auch nicht von schlechten Eltern. Über meine Brillen bzw. wie schnell die immer wieder kaputt wären, könnte ich sicherlich auch ein paar Zeilen loswerden.

Einsamer Rekord war damals genau 1 Tag von Abholung beim Optiker bis zum „Bruch“ im Kindergarten – Dank Michael Wenzel ! Ich erinnere mich noch „mit Grauen“ daran, wie ich daraufhin ganz alleine zu Michaels Mutter mußte, und sie bitten sollte, dass sie die Kosten für die Reparatur übernimmt.

Im Laufe der Zeit wurde die Frisur ein wenig geföhnter und die Brille ging konsequent ihren Weg zum Tropfendesign. Wobei – im zarten Teenageralter gab es eine kleine Wiederauflage des Horngestelltes aus den 70er Jahren – wobei die Frisur jedem Versicherungsvertreter Ehre gemacht hat – und auch ein idealer Schwiegersohn kann sich damit sicherlich sehen lassen ,-)

Der grosse „Bruch'“ kam dann nach meiner Bundeswehrzeit, in der ich mir vorgenommen hatte, nicht mehr zum Frisur zu gehen – auf Gedeih und Verderb.

Ergebnisse sind im folgenden zu bewundern und es hätte nicht viel gefehlt, dass mich meine Tante und Onkel enterbt hätten. Soweit kam es dann allerdings nicht und irgendwann habe ich dann meine Jahre auch wieder abgeschnitten – festgehalten in Wort und Bild (auch das müsste sich noch auf irgendeiner Diskette finden lassen – lasst Euch überraschen).

Ein echter Höhepunkt stellt sicherlich das folgende Bild da – und da sage noch einer, ich hätte mir dabei einen Bären aufbinden lassen – das ist nämlich eindeutig ein Hirschgeweih (die hab ich mir mittlerweile aber auch so einigermassen abgestoßen) – und ja, es war dabei wohl auch Alkohol im Spiel.

Es hab aber auch positive Erinnerungen daran – das Bild mit dem Flügelhorn ist eines meiner „all time favorites“ und ohne die wallende Mähne, wäre das sicherlich nur halb soi schön (man beachte dabei auch die Locke von Thomas am Bass – wer „Die Band – Reloaded“ aufmerksam liest, wird diese zweifelsfrei wiedererkennen).

Und heute? Heute ist das alles Geschichte, die ich meinen Enkel erzählen kann.

„Anfangs tat es noch ein bisschen weh“ wenn ich ehrlich bin, aber spätesten als mir Luisa mit 4 oder 5 Jahre erzählte, dass sie glaubt, daß der Wind meine Haare fortgeblasen hätte, konnte ich auch drüber lachen. Und ausserdem: was ich an Geld spar für Frisur und Friseur ?!

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