Ein wenig Band-Historie (1990-1992)

So, Sonntagnachmittag ist doch der beste Zeitpunkt für ein wenig (STB Big) Band-Historie find ich. Danach geht es dann aber ne Runde durch den Wald 😉

Los ging es ja bekanntermassen vor 20 Jahren (ich glaube es war Anfang Oktober 1990) und unser damaliger (jugendlicher) Leichtsinn hat uns dann auch unseren Namen wählen lassen: „Simply The Best“ – was nun letztendlich aber nur daran lag, daß im Radio zu diesem Zeitpunkt eben dieser Song von Tina Turner lief.

Natürlich wurde uns dieser Namen das eine oder andere Mal auch kritisch unter die Nase gerieben, und seit ein paar Jahren sind wir eben „nur“ noch die STB Big Band – wobei das „STB“ je nach Anlass und Stimmung mal als „Simply the Band“ oder  „Schwäbischer Turner Bund“ interprietiert wird. Das anfängliche „Reine Geschmacksache“ wurde übrigens bald zum „Jazz ´n Fun“ und zum 10-jährigen gar zum „Wer noch was hört, war nicht dabei“ (und wir waren in der Tat immer eine „laute“ Band, wobei über die Jahre auch die „leisen“ Töne zunehmend ihren Platz gefunden haben).

Zu verdanken haben wir die Band letztendlich Ekkehard Rochlitz, der ca. 1987 die erste Big Band im Stiftsgymnasium Sindelfingen gründete, bei der Ute, Christian, Bernd, Jörn, Silke und ich dabei waren. Und irgendwie wollten wir dann auch nach dem Abi (90) weiterswingen, und haben dann kurzerhand eine eigene Band als Teil des Musikvereins gegründet. Dann verstärkt mit Werner und Thomas, der sich soweiso musikalisch weiterentwickeln wollte –  nach etlichen Jahren „Nachschlag“ am Horn.

Ich kann mich noch sehr gut an unsere ersten zwei Auftritte erinnern – der eine, beim „Kameradschaftsabend“ des Musikvereins, in dem die Kameradschaft gepflegt wurde (denn nicht nur im Fussball mussten mal „11 Freunde“ sein). Wir waren damals noch „und selbst“ überlassen“ was zu lustigen Proben und Sound-Checks führte, wie das folgende Video eindrucksvoll unter Beweis stellt (ich war übrigens an der Trompete und musste mit „Licht-Problemen“ kämpfen….)

Der andere nach dem alljährlichen Jahreskonzert des Musikvereins. Damals noch von Benno Reinhard eingezählt – und zwar auf eine Weise, die uns den Zwischenruf „Jetzt fanget doch ändlich oooh“ (hochdeutsch: „Jetzt fangt doch endlich an“) einbrachte. Damals standen glaube ich „Tuxedo Junction“, „Bahia“, „Nightrain“ und ich denke auch schon „Oye come va“ auf dem Programm – echte „Easy Jazz Pack“ – Klassiker also, und allesame gesponsort aus Ekkehard´s Notenarchiv.

Und auch dazu gibt es tatsächlich noch ein paar im wahrsten Sinne des Worte „bewegte“ Bilder:

Apropos „Oye como va“ – das hatten wir auch am „Kameradschaftsabend“ performt, allerdings hatten wir auf die Schnelle nur einen Aushilfsgitarristen zur Hand, der sein Solo nur in der Orginal-Tonlage spielen konnte und nicht in der leicht geänderten unseres Arrangements. Ich glaube aber, daß das niemand gemerkt hat (was eventuell auch an der von uns eingesetzten Nebelmaschine und dem von innen beleuchteten Drum-Set lag – was mich rückblickend zu der Vermutung bringen lässt, ob wir nicht in unserem Innersten viel lieber eine Rockband gegründet hätte, als eine Big Band?!). Schlagzeug spielte damals noch Armin und am Licht stand Stefan.

Nach diesem Abend gab es dann kein Halten mehr und spätestens, als Django Bandleader wurde, war der Jazz in Darmsheim angekommen. In einem war und ist Django aber Benno immer unterlegen gewesen: Benno ist einer der wenigen, die es schafften, nach der Probe eine Pizza (König), einen grossen Salat, ein Tiramisu und noch 1-3 Spezis restlos zu verdrücken. Womit er damit auch schon fast seine komplette Gage für die Probe investiert hatte – und wobei diese Abende im König vielleicht am Ende seine Hauptmotivation waren, uns die ersten Schritte als Band zu zeigen 😉 Seit damals weiß ich zumindest „wie man sich selbst erschreckt“.

1992 war dann schon unser erstes richtig großes Konzert angesagt – zusammen mit der L.E. Big Band aus Leinfelden-Echteringen mit dem berühmt berüchtigten Albi Hefele am Notenpult und mit Stars wir Ack van Rooyen oder Thiggs Whigham als „special guests“. Dank Ekkehard durfen wir im großen Saal des Stiftsgymnasiums spielen und die „Combination of Sound“ ins Leben rufen, die dann nur wenige Jahre später in die „Kulturtage“ überging.

Die L.E. Big Band war die ersten Jahre mit Sicherheit unser großes Vorbild und es gab kaum einen Auftritt, den wir verpasst haben – sei es in der Dixieland-Hall oder im Theater im Westen. Und schon damals haben wir uns fest vorgenommen, all die tollen Titel, die die L.E. Big Band spielte, „irgendwann“ auch zu spielen – was wir dann auch wirklich geschafft haben („Foot“, „Spinning Wheel“, „The Healer“, „The chicken“ oder wie sie alle hießen …)

Bei diesem Konzert haben wir glaube ich auch zum einen der ersten Male Jordi als unseren Sänger präsentiert – damals noch u.a. mit „Nothing gonna change my love for you“ („Puh, ist das heute heiss“ – das ist nun ein Insider …“) und „La Bamba“. DAS waren noch Hits für Millionen 😉

To be continued ….

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