Montreux – von 1996 bis Heute

Nachdem wir nun wieder gesund und munter in Karlsruhe angekommen sind, möchte ich doch ein paar mehr Worte über Montreux verlieren.

Dieses Jahr war es wieder mal richtig schön – und dabei rede ich nicht nur von dem Wetter (wobei das besser nicht hätte sein können!!!).

Vielen Dank an Andreas für den Tip, was die Pension angeht – das „La Meridienne“ ist einfach ein Traum – was für eine Aussicht beim Frühstück oder in der Nacht, nach den Konzerte.

Der Big Band-Abend war auch sehr schön. Wie schon geschrieben, mit Frank Wellert an der Trompete – zusammen mit u.a. Roger Cicero, Claus Doldinger oder Max Herre – das ist deswegen erwähnenswert, weil Frank vor Jahren auch bei uns in der Band gespielt hat – seit damals aber allem Anschein nach, doch richtig viel geübt habt ,-)

Diana Krall war auch klasse – das Stravinski-Auditorium nur leider total überfüllt, und von den Stehplätzen nur mit Schwierigkeiten richtig zu sehen (Anna hat nix gesehen – leider zu klein …).

Sie (also Diana Krall nicht Anna) war aber a) vollkommen besoffen, b) hypernervös oder c) hatte  zu viel Sonne abgekriegt – denn ihre Ansagen waren jenseits von Gut und Böse. Aber auf ihren Gesang und ihr Klavierspiel hat sich weder a), noch b) und auch nicht c) negativ ausgewirkt. War klasse und ihre Ultralang-Version von „Cheeck to cheeck“ war einfach wunderbar (Pearl, das müssen wir auch bald mal spielen!)

An dieser Stelle möchte ich auch noch ein paar Jahre zurückblicken – denn ich hab ja auch schon mit insgesamt 2 Bands beim Montreux Jazz-Festival spielen dürfen ! Applaus, Applaus.

Allerdings nicht im Hauptprogrogramm sondern im „Tagesprogramm“, dass gemäss „Umsonst und Draussen“ schon seit vielen Jahren stattfindent, und auf mehreren Bühnen in Montreux die unterschiedlichsten Bands aus aller Welt darbietet.

Los ging es mit der Uni Big Band Karlsruhe, mit der ich 1995 in Montreux aufgetreten bin – damals mit viel Regen und einem sehr feuchten Zeltvergnügen. Joachim war damals auch dabei – wer hätte gedacht, daß wir uns Jahre später in der STB Big Band wiedersehen.

1996 waren wir dann zum ersten Mal mit der STB Big Band in der Schweiz unterwegs – mit durchaus hörenswertem Ergebnis, wie die Live-CD, die unseren Auftritt dokumentiert, beweist. Dank an Thomas, für die damals schon nahezu perfekten Booklets unserer CDs.

Wenn ich mich recht entsinne, haben wir auch Monate später noch eine Art „Rezession“ der CD bekommen von einem amerikanischen Jazz-Professor (der damals der künsterlische Leiter für die „Umsonst und Draussen“ Bands war).

Alle meine Gäste in der Tullastrasse können übrigens die hochoffizelle Urkunde, die wir damals für unseren Auftritt erhalten haben, bewundern – wo wird an dieser Stelle nicht verraten, aber es soll sich um ein stilles Örtchen handeln (Zeit genug also, um die Worte wirken zu lassen).

1997 waren wir dann fast schon „alte Hasen“ und in diesem Jahr hatten wir die grosse Ehre in der Konzertmuschel zu spielen, in der auch schon Ella Fitzgerald und Miles Davis performt hatten – und wenn dieser Ort nicht für eine ganz ausgezeichnete Atmospähre gesorgt hat – welcer Ort sollte das dann vermögen? Der junge Mann mit der roten Brille ist im übrigen Frank – damals noch mit uns auf der Bühne – heute mit den Grossen des Jazz.

Unser zweite Auftritt fand übrigens auf einer Bühne, die quer über die Ufer-Promenade gebaut war statt. Das war richtig luftig und war was ganz Besonderes. Schade, dass diese Bühne heute nicht mehr aufgebaut wird. An diesem Tag waren wir wohl richtig gut drauf, denn warum sonst, hat der Tonmeister, der für die Bühne zuständig war, direkt nach unserem Auftritt nochmals unsere und Jordi´s Version von „Just a Gigolo“ über die Lautsprecher laufen lassen ? ,-)

Unser dritter und bislang letzter Besuch in Montreux fand dann Im Jahre 2000 statt – dieses Mal mit richtig gutem Wetter, mit mitgereisten Fans (Christian!), einer gut gekleideten Gastsängerin (Daniela!) und wieder viel Spass bei mehrern Konzerten.

Preisfrage an dieser Stelle: welchem Umstand hatten wir es denn damals zu verdanken, dass Daniela überhaupt mit von der Partie war?

Die Seeluft hat dann natürlich hungrig gemacht, und da kommt ein Döner natürlich immer recht – Django war damals schon für lange Haare und markante Sakkos berühmt und auch berüchtigt.

Den „Petit Palace“, in dem wir damals gespielt haben, gibt es natürlich immer noch – nur leider dieses Jahr ohne Bands.

Alles in allem war und ist Montreux immer ein Reise wert (gewesen), und ich freue mich schon auf das nächste Mal.

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