Wie haben wir denn damals gefeiert?

Mit 40 wird der Schwabe gscheit – so jedenfalls der Volksmund. Da bin ich dann mal sehr gespannt, wie sich das so anfühlt „gscheit“ zu sein – ab heute sollte dem ja nun so sein!

Happy Birtday, liebe Ute und lieber Jochen.

An dieser Stelle möchte ich aber erstmal einen Blick zurück werfen, auf die viele schönen Feiern in der Vergangenheit: wie haben wir denn damals gefeiert?

1974 waren die Tapeten noch ein wenig bunter (und heute wären die schon wieder „retro-chick“), der Erdbeerkuchen von Mama hat damals schon sehr gut geschmeckt und die Hosenträger passten wie ne Eins – ach ja, und die Haarpracht war auch rotgold und wallend 😉

1977 waren die Tapeten immer noch sehr bunt, die Frottee-Sommerschlafanzüge dafür umso kürzer aber auch „Ton in Ton“ mit der Hintergrundtapete. An den Steif-Löwen kann ich mich im übrigen noch gut erinnern, ich mochte seine flauschige Mähne immer sehr.

1979 war wohl die Zeit der Schlümpfe und Setzkästen – so hiessen diese Dinger, die man mit irgendwelchen Krimskrams füllen konnte und damit den idealen Staubfänger hatte. Ute hatte die Varianten in Schlumpfhausform, ich eher die mehr technische orientierte Lokomotive. Gesammelt haben wir aber beide Schlümpfe wenn ich mich recht entsinnen kann.

Die Tapete hat sich doch länger gehalten als erwartet, aber immerhin ging ich bei der Brillenmode nach der damals aktuellen Mode „je grösser desto besser“ ,-) Playmobil war von mir natürlich auch immer sehr gerne gesehen als Geschenk – ich hatte mich dann irgendwann auf die Indianer und Cowboys, auf die Polizei und die Bauarbeiter spezialisiert. Das Piratenschiff hab ich leider nie bekommen, und ich war immer sehr neidisch auf unseren Nachbar Daniel, der eben dieses Ding hatte. Aber spätestens als ich dann Jan das Piratenschiff geschenkt habe (allerdings viele Jahre später), war ich drüber weg und hab mit Freude mit Jan damit gespielt.

1980 war dann die Blumenzeit vorbei im Esszimmer der Familie Gürtler und stattdessen ging es eher schlicht weiter. Die Geburtstagsbildposition blieb allerdings absolut konstant wie man unschwer erkennen kann. Ich frage mich nur, ob es einen Grund gab, ob ich oder Ute in dem einen Jahr links und in dem anderen Jahr rechts standen.

Irgendwie vermisse ich auf dem Bild auch die Geschenke – oder gab es damals nur noch viele blauen Scheine im Umschlag?

1981 gab es dann offensichtlich erstmal neue Bademäntel im Partnerlook und so langsam frage ich mich, wie viele Kerzen eigentlich auf diesen Geburtstagskerzenständer passen. Zumindest bei Elf hat es da wohl noch keine Probleme gegeben.

Rein brillentechnisch war ich mittlerweile wohl abgekommen von guten alten „Horngestell“ und die zeitgemässe nicht zu übersehende Tropfenform war wirklich nicht zu übersehen. „Meine Brillen und ich“ ist übrigens auch ein sehr gutes Thema für eine der zukünftigen Blogs – da habe ich noch ein paar mehr „Leichen“ im Keller 😉

Aber an unserem Freudentag ging es „natürlich“ nicht nur um die Geschenke, wir hatten auch immer sehr viel Spass mit unseren Gästen. Unser grosser Garten, meist gutes Sommerwetter und belastbare Eltern waren da eine sehr gute Voraussetzung.

Nicht nur 1977 stand dabei sicherlich auch immer der sportliche Wettkampf auf dem Programm, sei es beim Eierlaufen, beim Verstecke spielen beim „Scheitlesbann“ oder wie zu sehen beim Sackhüpfen. Besonders bemerkswert finde ich die Lolli lutschende Variante von Christian – über den damaligen Sieger kann ich allerdings nichts mehr berichten. Wir hatten aber schon damlas ganz unabhängig von Fussballweltmeisterschaften ein Faible für bunte Fahnen.

1980 war Christian auch wieder mit von der Partie bzw. Party, und dann erkenne ich noch Frank, Tobias, Claus (der den gleichen Optiker hatte wie ich), Jörg und Daniel (der mit dem Piratenschiff). Tapetentechnisch waren wir ja wie schon erwähnt zum eher nüchternen Stil übergegangen, aber der Wandteppich hat dann doch wieder ein wenig Farbe ins Esszimmer gebracht.

Natürlich haben wir nie streng getrennt nach „Jungs“ und „Mädels“ gefeiert, was durchaus zu interessanten Entwicklungen führte, wie das Bild eindrucksvoll zeigt. An dem Tag war es in jeder Beziehung heiss – und ich frage mich gerade, ob es nicht an der Zeit ist, die einen oder andern Geburtstagserlebnisse nicht wieder aufleben zu lassen. Im Vordergrund macht sich im übrigen Frank breit und Ellen hat alles bzw. zumindest den Wasserschlauch im Griff. Den weissen Popo kann ich nicht mehr eindeutig zuweisen 😉

Aber nicht immer ist es so wild geworden, mitunter sassen wir auch ganz brav im Kreis und haben uns gegenseitig den Löffel gereicht. Im Bild wieder Christian, der allen Anschein nach sehr regelmässig mitgefeiert hat (noch heute machen wir gemeinsam Musik), meine Mutter und auch Susanne, die als „kleine Schwester“ natürlich auch immer dabei sein wollte und durfte.

Alles in allem waren das immer sehr schön Tage, an die ich mich soweit ich das noch kann, sehr gerne zurückerinnere.

Mal sehen ob wir am 17.Juli zur diesjähren Party eher zum Sackhüpfen oder Nacktduschen übergehen – es bleibt auf jeden Fall spannend.